Mittwoch, 11. Mai 2011

Ein Lebenszeichen und ein Link

Wie befürchtet bin ich in den letzten Wochen einfach nicht dazu gekommen, mich in Aktion einzubringen. Im Moment fällt einfach zu viel anderes an. Allerdings findet sich seit heute ein von mir verfasstes Special bei filmstarts.de, dass durchaus auch Teil der Aktion deutscher Film sein könnte. Mehr möchte ich dazu im Moment gar nicht sagen.

Kommentare:

  1. Dass Kurt Hoffmann direkt neben Wolfgang Staudte platziert ist, wird meinen geschätzten Kollegen Whoknows aber arg treffen.

    Natürlich kann man über manchen Namen auf der Liste streiten und andere einbringen - mir fehlt beispielsweise Lubitsch.

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  2. Nun ja, wer Siggi Götz nicht in seine Liste aufnimmt, kann ja keinen Geschmack haben. ;) - Im Ernst: Ist natürlich immer eine Frage des Geschmacks (und der Bewertung der Biographie). Auf jeden Fall freut und überrascht es mich, einen Regisseur, vor dem ich grossen Respekt habe, auf dem ersten Platz zu sehen.

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  3. Ah wunderbar, neues aus den DÖS Gefilden. :-)

    Habe jetzt den Artikel zu dieser nächtlichen Stunde ersteinmal überflogen, und mich über Erwähnungen von Ernst Marischka, Rolf Olsen, Dominik Graf, Rudolf Thome, Rolf Thiele und Helmut Käutner besonders gefreut. Auf jeden Fall eine interessante Liste, die ich mir morgen dann genauer anschauen werde.

    Es stimmt, Siggi Götz fehlt zwar, aber es sind schließlich nur 25 Personen ausgewählt worden.
    Was mich irritiert/interessiert ist die Titelwahl der "bedeutendsten" Regisseure. Schwer festzumachen, woran sich sowas messen lässt.

    PS: Dank deiner glühenden Empfehlungen habe ich mich inzwischen mit reichlich Willi Forst und sogar mit Eckhart Schmidts "Gold der Liebe" eingedeckt, und bin gespannt was die Sichtungen während der nächsten Monate offenbaren. :-)

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  4. Erst einmal Danke für Eure Anmerkungen und Kommentare. Ich hatte den Link bewusst weitgehend kommentarlos veröffentlicht, um nicht schon durch meine Erklärungen und Rechtfertigungen den Blick auf die Liste zu verstellen. Doch nun kann ich ja als Antwort auf Eure Bemerkungen ein paar Erklärungen nachliefern.

    Zunächst muss betonen, dass dieses Special eine Auftragsarbeit war, die zufälliger Weise perfekt zur Aktion DÖS passte. Ich hatte zwar relative viele Freiheiten, wahrscheinlich mehr als die meisten Redaktionen gewährt hätten, aber trotzdem musste ich auch zahlreiche Kompromisse eingehen. Das beginnt im Endeffekt schon mit der Titelwahl und der nicht nur grammatikalisch fragwürdigen Kategorie "bedeutendsten", wobei ich zugeben muss, dass ich auch keinen sinnvollen Ersatz wüsste: "Beste" wäre vermessen und auch irgendwie unsinnig, und alle anderen Kategorien à la "Lieblingsregisseure" sind viel zu subjektiv. Was nicht heißt, dass nicht auch die Entscheidung, wer nun bedeutend ist, subjektiv wäre. Das ist sie ohne Frage, aber es gibt eben auch ein paar objektive Kriterien. Nur deswegen steht Wolfgang Petersen in der Liste, der nicht zu meinen Vorschlägen zählte. Aber natürlich hat der Macher von "Das Boot" und "Die unendliche Geschichte" innerhalb der deutschen Filmgeschichte eine nicht zu bestreitende Bedeutung, Ähnliches gilt übrigens auch für Fatih Akin und Tom Tykwer, die ich persönlich auch nicht in diese Liste genommen hätte. Ein weiteres Beispiel dafür wie diese Kategorie die Liste prägt, ist Christian Petzold, der - ich gebe es höchst ungern zu - als Name eben bedeutender ist als Angela Schanelec, die aus meiner Sicht viel eher in die Liste gehört hätte. Insofern kann ich sagen, dass die die Liste, so wie sie sich jetzt präsentiert, ein Kompromiss ist, zwischen meinen Vorlieben und Vorgaben der Redaktion. In bestimmten Phasen der deutschen Filmgeschichte hatte ich dabei vielmehr Freiheiten als in anderen. Interessanterweise wären von den Regisseuren, deren Erwähnung sano so gefreut hat, bei jedem anderen Autoren wahrscheinlich nur Dominik Graf und - das nehme ich zumindest an - Helmut Käutner gesetzt gewesen. Marischka, Olsen und Thiele waren alleine meine Idee, und bei Thome hatte ich meinen Redakteur ganz deutlich auf meiner Seite. Im Prinzip war Thome ein absolutes no go, schließlich ist er ein rotes Tuch für die meisten der wenigen filmstarts-User, die ihn überhaupt kennen. Aber wie mein Redakteur liebt seine Filme auch.

    Für das Fehlen Lubitschs gibt eine einfache Erklärung, über die sich dann natürlich auch wieder streiten lässt. Die Vorgabe war, es sollten nur Filmemacher in die Liste, deren "Hauptwerk" (auch wieder so eine Definitionsfrage) im deutschsprachigen Raum entstanden ist. Lang ist in dieser Hinsicht natürlich ein sehr problematischer Fall, aber aufgrund des Anlasses, die Wiederaufführung von "Metropolis", führte an ihm natürlich kein Weg vorbei. Bei Lubitsch war es so, dass die Redaktion und ich gesagt haben, im Vergleich zu seinen amerikanischen Filmen sind die deutschen nicht so bedeutend. Darüber kann man sich natürlich vortrefflich streiten. Insofern würde ich mich auch freuen, wenn diese Auslassung zu einer intensiveren Beschäftigung mit Lubitschs Berliner Filmen im Rahmen der Aktion führt.

    @sano Ich bin gespannt, was Du zu Forst sagst. Welche Filme hast Du denn auftreiben können? Und ich bin natürlich beeindruckt, dass Du "Das Gold der Liebe" gefunden hast :-). Gibt es von dem jetzt eine DVD, von der ich noch nicht gehört habe?

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  5. Ich habe meinen Senf bei Intergalactic hinterlassen. - Warum weise ich eigentlich ständig auf andere Blogs hin? Wir wollen doch selber angeklict werden! :(

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  6. @Whoknows - Habe ich auch gelesen, aber erst nach dem ich hier meine Kommentare hinterlassen habe. Trotzdem beantwortet mein letzter Kommentar auch einige Deine Fragen bzw. Anmerkungen. Ergänzend kann ich noch sagen, dass sowohl Kluge als auch Reitz auf der erweiterten Liste standen und erst ganz am Ende herausgefallen sind. Was auch damit zusammenhängt, dass ich mit ihrem Werk nicht so vertraut wie dem anderer Regisseure. Ich wollte möglichst Texte schreiben, die auch durch meine Kenntnis abgesichert sind. Das wäre in diesen beiden Fällen nicht möglich gewesen.

    An Wicki habe ich zugegebenermaßen nicht gedacht genauso wenig wie an Weidenmann. Weidenmann tut mir tatsächlich etwas leid, aber er hätte es sicher nicht geschafft, dafür musste ich einfach zu viele Regisseure unterbringen, die filmstarts haben wollte. Natürlich wäre er eine bessere Wahl als Wolfgang Petersen oder auch Tom Tykwer gewesen. Aber zumindest konnte ich Til Schweiger noch verhindern :-). Mit Wicki ist es schon schwieriger. Ich schätze ihn einfach nicht sonderlich als Regisseur. Wahrscheinlich müsste ich mir seine Filme einfach noch einmal ansehen. Polemisch gesagt - und das meine ich jetzt nicht ganz ernst -mir reicht ein politischer korrekter Regisseur der 50er Jahre (Staudte!).

    Auf Marischka sollten wir im Lauf der Aktion noch einmal zurückkommen. Zumindest sano scheint ja meine Vorliebe für ihn zu teilen.

    Von Erwin Keusch kenne ich nichts. Da muss einfach noch nacharbeiten :-).

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  7. So etwas ähnliches habe ich mir schon gedacht, und ich kann diesen Zwiespalt in der Titelgebung auf ganzer Linie nachvollziehen. Nur hätte es meiner Meinung nach ein "st" weniger vollkommen gemacht. Dann wird auch für mich ein Schuh daraus und es gibt nicht mehr wirklich was zu meckern (außer vielleicht Schlöndorff, den ich bisher völlig uninteressant fand, und den ich mir wohl einfach noch einmal erarbeiten muss). ;-)

    Ansonsten merkt man der Zusammenstellung das persönliche Interesse durchweg an, und sie macht einfach Lust darauf sich selbst auf Entdeckungsreise zu machen, um vielleicht auch etwas ähnliches Zusammenstellen zu können. Und die von mir bereits hervorgehobenen Regisseure die du (wohl einer Minderheit angehörend) schätzt fallen für mich in so einer zusammenstellung dann um so positiver aus dem Rahmen. Der zuletzt gesehene Film von Olsen ist bei mir übrigens "Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon" (1980) mit Jürgen Drews in der Hauptrolle. Habe ihn zusammen mit einem glühenden Olsen-Verehrer geguckt, und es war ein Erlebnis sondergleichen.

    Die Tatsache, dass du lieber Schanelec als Petzold gelistet hättest: sehe ich ähnlich. Neben Schanelec lasse ich von den Jüngeren noch Ulrich Köhler als Ausnahmetalent gelten, und dann gibt es für mich eher "Ausnahmefilme". Ist zwar ein bisschen lächerlich, diese ganzen Grenzziehungen, aber vor allem bei Auflistungen kommen Präferenzen dann automatisch ins Spiel.

    Habe übrigens vor ein paar Tagen "Kirmes" von Staudte gesehen. Und was soll ich sagen: obwohl ich von "moralischem" Kino im allgemeinen nicht viel halte, fand ich den Film großartig. Da fällt mir eine Anekdote ein, die Norbert Grob letztens bei einer Vorlesung erzählt hat: Staudte wollte "Die Mörder sind unter Uns" ursprünglich anders enden lassen. Borchert hätte seinen ehemaligen Vorgesetzten nämlich umbringen sollen, aber den Sowjets war das dann wohl zu viel, und er musste die Finger davon lassen. Da ist mir Staudte auf einmal glatt noch sympathischer geworden. :-)

    Von Forst habe ich jetzt übrigens Bel Ami, Allotria, Im Weißen Rössl und Die Sünderin auf DVD. Den Eckhart Schmidt habe ich von einem Freund der von einem bekannten eine alte VHS-Aufzeichnung als avi bekommen hat, und sie mir beim letzten Besuch auch prompt präsentiert hat. Ich habe gestaunt und gestaunt und gestaunt - und mich natürlich wie ein kleinkind gefreut. Der Film wäre aber villeicht was für die Leute von Subkultur und ihre (bisher brilliante) Reihe Edition Deutsche Vita [EDV]. Gibts hier (http://dirtypictures.phpbb8.de/subkultur-entertainment-f37/edition-deutsche-vita-t1737.html) näheres nachzulesen - man muss sich aber leider erst registrieren.

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  8. @Whoknows:
    Das mit den verschenkten Klicks kann so nicht weitergehen! Ich schlage deshalb die Gründung eines solidarischen Rettungsschirms vor, in den alle (Leser-)reichen Blogs einen Teil ihrer Klicks einzahlen, die bei Bedarf an notleidende Blogs überwiesen werden!

    Aber vielleicht revanchiert sich ja auch der Ape-Man, indem er auf unsere jüngsten DÖS-Ergüsse hinweist ... :-Þ

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  9. @sano:
    Ich würde Dir mit dem fehlenden "st" zustimmen. Allerdings hätte die Redaktion damit wahrscheinlich Probleme gehabt ... "25 bedeutende Regisseure" ist in deren Augen erst einmal nicht so Klickzahlen-trächtig, zum anderen hat es natürlich auch etwas Beliebiges. Aber im Endeffekt spielt das alles auch gar keine Rolle. In dem Moment, in dem man sich darüber klar ist, dass diese Überschrift eben nur eine Überschrift ist, die den User zum anklicken verführen soll, muss man sich über sie nicht weiter den Kopf zerbrechen.

    Schlöndorff ist ein schwieriger, aber auch interessanter Fall. Die Liste ist natürlich subjektiv (zum Glück, sonst wären da Namen aufgetaucht, die zumindest uns Schauer über den Rücken gejagt hätten, ich sage nur noch einmal Til Schweiger), aber ein gewisser Objektivitätsfaktor spielt trotzdem mit hinein. Insofern führte an dem Oscar-Gewinner Schlöndorff kein Weg vorbei. Und ich persönlich muss gestehen, dass "Die Blechtrommel", die ich vor Jahren einmal im Kino gesehen habe, für mich ein Grauen war ... auf einem Level der Schaurigkeit mit dem grauenhaften "Unhold". Beide Filme habe ich seither nicht mehr wieder gesehen, obwohl ich schon Lust hätte den Director's Cut der "Blechtrommel" mal zu gucken. Inzwischen hat sich nämlich mein Blick auf Schlöndorff deutlich verändert. Ich hatte mein 'Erweckungserlebnis' ausgerechnet bei "Palmetto", dem vielleicht größten Flop in Schlöndorffs Karriere. Diese pulp fiction - und ich meine damit den ursprünglichen Sinn des Begriffs, lange vor und weit jenseits von QT - hat mir einen ganz neuen Blick auf Schlöndorff eröffnet. Statt des Deutschlehrers der Filmnation offenbarte sich da mit einmal ein großer Naiver des Kinos. Ich weiß nicht, ob er selbst das gerne hört. Aber für mich steht dieser Aspekt seines Schaffens seither ganz klar im Vordergrund. Man vergleiche nur einmal seine Überfall-Sequenz in dem wunderbaren Melo "Die Stille nach dem Schuss" mit ähnlichen Szenen in anderen RAF-Filmen. Angesichts meiner Begeisterung für Schlöndorffs "Spätwerk" kann ich mir eigentlich das Gleiche sagen, was Du auch schon geschrieben hast: Ich muss mir Schlöndorffs Werk vor "Palmetto" noch erarbeiten. Aber das könnte durchaus auch Teil der Aktion sein.

    Vielen Dank für den Hinweis auf die Edition Deutsche Vita. Das klingt großartig. Ich bin natürlich vor allem von "Mädchen ... nur mit Gewalt" begeistert. Was für ein grandioser Film, aber das hatte ich hier ja auch schon einmal erwähnt.

    Mit Staudte hast Du natürlich recht. Meine sarkastische Bemerkung war ja auch nicht so ernst gemeint. "Die Mörder sind unter uns" fand ich eigentlich immer ziemlich gut, aber gut das mag auch an der Hauptdarstellerin liegen. Und der Hinweis auf das andere Ende bestätigt diesen Eindruck noch einmal. Der Film, mit dem ich ganz große Probleme habe, ist "Rosen für den Staatsanwalt". Der ist mir zu bieder und zu moralisch. "Kirmes" wollte ich sowieso gerne mal wieder sehen und nun, nach Deinem Kommentar, noch mehr.

    Viel Spaß bei den Forst-Filmen. Von den relativ leicht zu bekommenden Film fehlt nur "Wiener Blut", den ich Dir auch noch ans Herz legen würde. Re "Gold der Liebe", ein avi file von einer alten Fernsehaufzeichnung ist natürlich nicht ideal, wird wohl in etwa der Qualität entsprechen, in der ich den Film gesehen habe, aber ist auf jeden Fall besser als gar nichts und ganz ohne Frage ein Grund, sich wie ein Kleinkind zu freuen :-). "Gold der Liebe" und Schmidts
    irre 60er Jahre-Filme wären ganz sicher etwas für die EDV.

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  10. Staudte hat das mit dem geänderten Schluss selbst erzählt:

    Das Exposé zu diesem Film hatte Wolfgang Staudte bereits vor Beendigung des Krieges geschrieben. [...] Nach dem Ende des Krieges legte er sein Exposé den Kulturoffizieren der vier Besatzungsmächte vor. "Nur der sowjetische Kulturoffizier war an meinem Projekt sehr interesiert. Er hat in einem einzigen Punkt einen starken Einfluß auf den Film genommen. In meiner Originalgeschichte erschießt nämlich Mertens den Brückner. Und da sagte der russische Kulturoffizier: Alles andere ist richtig; nur es geht nicht an, daß der Zuschauer am Schluß ermuntert wird, seinen privaten Rachekrieg zu führen. Wir werden ihn daran hindern, und vor allem werden wir Sie daran hindern, so eine Möglichkeit auch nur aufzuzeigen. Damals war ich voller Zorn ... Aber ich habe eingesehen, daß die Änderung richtig war ..." (Gespräch mit Wolfgang Staudte, in: Filmstudio 48, 1966). Er schrieb den Schluß also um.

    (Christa Bandmann, Joe Hembus: Klassiker des deutschen Tonfilms, S. 153)

    Wer mit dem "offiziösen" Schlöndorff Probleme hat, sollte vielleicht auch mal MORD UND TOTSCHLAG eine Chance geben. Anita Pallenberg (in ihrer ersten Rolle, danach kam BARBARELLA) hat gerade ihren Freund (Werner Enke) erschossen und will nun mit Hilfe von Hans Peter Hallwachs und einem weiteren jungen Mann die Leiche verschwinden lassen, was allerhand absurde Situationen nach sich zieht. Ein erstaunlicher Kontrast zum Vorgänger TÖRLESS.

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  11. @ Manfred Polak:

    Danke für das Zitat. Nun habe ich aber auch noch eine Frage. Gibt es von "Mord und Totschlag" eigentlich irgendwo auf der Welt eine DVD? Das ist der Schlöndorff, den ich schon seit langem unbedingt sehen, aber nie auftreiben konnte.

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  12. Ich hab MORD UND TOTSCHLAG vor Jahren im Fernsehen gesehen und bisher nie nach einer DVD Ausschau gehalten, aber anscheinend gibt es ihn hier.

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  13. Wie geht es denn bei dir so? Du hast dich auch schon ewig nicht hören lassen.

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  14. Ich weiß, und ich habe auch ein ganz schlechtes Gewissen. Es ist genau das passiert, was ich bei der Einrichtung des Blogs befürchtet habe, aber nicht wahrhaben wollte. In den letzten Monaten habe ich meine Arbeit immer nur von einem Tag auf den anderen erledigen können. Dabei blieb überhaupt keine Zeit für dieses Projekt. Die Texte zur DÖS-Aktion sollten ja eigentlich so etwas wie eine Kür werden, frei von allen Regeln und Verpflichtungen. Nur blieb jenseits dieser Verpflichtungen einfach nichts mehr für die Kür übrig. Ich habe in letzter Zeit zwar immer mal wieder über deutsche Filme geschrieben, aber das waren jeweils Auftragsarbeiten, die ich hier nicht parallel veröffentlichen konnte. Mit einer Ausnahme: Ich habe heute meine Top 5 der dieses Jahr im Kino gelaufenen Filme für epd film zusammengestellt und an die Redaktion geschickt. Sie enthält immerhin drei deutsche Filme. Deswegen veröffentliche ich sie hier einfach mal parallel.

    Top Five 2011

    1. Unter dir die Stadt

    2. To Die Like a Man

    3. Das rote Zimmer

    4. Le Havre

    5. Auf der Suche

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  15. Habe gerade wieder einige deiner Kritiken auf Filmstarts gelesen, und bin jetzt auf deinem Blog über deine Jahres-Top5 gestolpert.

    Schade aber verständlich, dass du bisher nicht viel auf dieser Seite bloggen konntest. Aber es gibt wichtigeres. Nichtsdestotrotz ist ja der Vorteil eines Blogs oder einer Internetseite, dass es keine Vorgaben gibt, wann und wie oft man etwas schreibt. Ob man jetzt jeden Tag etwas reinstellt, oder einmal alle zwei jahre. Es spielt keine Rolle. Es gibt keine Regeln.

    Nur die die man sich selbst setzt. Natürlich setzt sich jeder von uns immer wieder unter Druck, und denkt, er müsse gewissen Standards (auch wenn es nur die eigenen sind) genügen. Aber man kann es ja auch positiv sehen. Jeder neue Beitrag ist ein grund zur Freude. Die Tatsache, dass man über einen längeren zeitraum nichts auf seiner Website veröffentlicht hat ist nicht gut oder schlecht. Sie ist einfach. Und sie ist vielleicht ziemlich irrelevant. In diesem Sinne hoffe ich, dass du diese Seite vielleicht weiterführt. Egal in welchem Rhythmus. :-)

    Falls nicht, ist "Film in Trance" aber auch so wie bisher erwachsen, eine Bereicherung - und wird es auch in Zukunft bleiben. Danke für die Anregungen, die Hinweise, die Texte und die Kommentare hier. Qualität hat eben nichts mit Quantität zu tun.

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